• Definition:
Es gibt keine einheitliche Definition für das Wort schwammig,
da es auch keine pauschale Bedeutung hat.
Unklar, unpräzise, neblig sind Worte, die in einigen Situationen
Synonyme für schwammig darstellen. Das Besondere ist,
dass schwammig je nach Zusammenhang sehr unterschiedliche
Bedeutungen haben kann, aber stets erkennbar wird, was gemeint ist.
• Anwendung
„Das war jetzt aber sehr schwammig formuliert“
hat schon so manchem selbst-überzeugten Redner die Unzulänglichkeit
seiner Ausdrucksweise vor Augen geführt und für Klarstellung
gesorgt.
Der Anwender verdeutlicht auf diese Weise die Undeutlichkeit einer
Aussage, und hat, ohne beleidigend zu wirken die Lacher auf seiner
Seite.
Darüber hinaus ist schwammig auf ganze Situationen,
eine Vielzahl von Tätigkeiten und sogar auf bestimmte Personen,
Bilder und Musik anwendbar.
• Verständlichkeit:
Unabhängig von sozialem Status oder Bildungsgrad ist schwammig
ein Wort, das für jeden verständlich ist, auch wenn er es
zum ersten Mal hört - schwammig erklärt sich selbst
aus der jeweiligen Situation heraus.
• Bildhaftigkeit:
Schwammig ist ein sehr bildhaftes und metaphorisches Wort,
jeder kann sich mühelos einen Schwamm vorstellen, mit allen Eigenschaften,
die das Wort in sich vereint.
Es lässt darüber hinaus die unterschiedlichsten Assoziationen
zu, die dennoch alle den Kern des Wortes widerspiegeln, worauf unwillkürliches
Schmunzeln die Folge ist.
• Wortklang:
Schwammig (Lautschrift: ∫vamIç)
ist wie Musik – Ein unkompliziertes Zweisilbiges Wort, mit warmer
erster Silbe und geschmeidigem Ausklang.
Ein Wort, das seinen Gegenstand auch klanglich treffend beschreibt
und schon beim Aussprechen Freude auslöst.
• Wort-Bildung:
Schwammig ist das perfekte Beispiel für ein klassisch
gebildetes Adjektiv: Als Hauptwort „Der Schwamm“ –
faszinierendes Lebewesen und unverzichtbares Werkzeug zugleich - und
die Endung –ig angehängt.
Keine Kombination mit anderen Worten ist nötig, um das Wort schwammig
hervorzuheben. Doch von der simplen Ableitung „wie ein Schwamm“
ist schwammig zu einer viel umfassenderen Bedeutung gelangt,
es ist also ebenso ein schönes Beispiel für die konstante
Fortentwicklung der deutschen Sprache.
• Einzigartigkeit:
Das schönste Wort der deutschen Sprache kommt ohne Entlehnungen
aus dem Englischen oder Lateinischen aus, es ist ein ursprünglich
deutsches Wort, dass sich in keine andere Sprache übersetzen
lässt, ohne in seiner Bedeutungsvielfalt geschmälert zu
werden.
• Aktueller Bezug:
Auch ohne in Sprachlexika aufzutauchen, erfreut sich das Wort schwammig
in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit.
Die Suche bei www.google.de ergab 28.800 Treffer, also weit mehr als
etwa für Bildungselite mit nur 6.060 Treffern
Inzwischen hat es seinen Einzug in Zeitungsartikel und Bundestagsdebatten
gehalten, letztere ein perfektes Beispiel dafür, wie man eindeutige
Sachverhalte durch Zerreden schwammig machen kann.
Wahrscheinlich ist die allgemeine gedankliche Unordnung, die die meisten
Menschen in sich tragen, der Grund dafür, dass schwammig
auf nahezu jeden Sachverhalt anwendbar ist.
Diese Vielseitigkeit und die dem Wort innewohnende Coolness sind Faktoren,
die seinen Beliebtheitsgrad künftig wohl noch steigern werden.
• Persönlicher Bezug:
Die Einsender dieses Vorschlages haben mit dem Wort schwammig
viel erlebt und viel Freude gehabt.
Sie haben unzählige Situationen und Sachverhalte durch den Einsatz
dieses einen Wortes entlarvt, und dabei nachweislich an sozialer Anerkennung
gewonnen.
In einer Welt der Überflutung mit Informationen, die zu einem
großen Anteil nur Altes neu verpackt sind, wurde ihnen ein Instrument
an die Hand gegeben, um klar sehen zu können.
Zum Dank haben sie die Website www.schwammig.de ins Leben
gerufen.
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